October 31, 2006

Sciencefictionromane

Die Kyberiade (Originaltitel Cyberiada) ist ein Zyklus von fünfzehn Erzählungen des polnischen Autors Stanisław Lem, die vom Ende der 1950er bis zum Anfang der 1970er Jahre entstanden. Die Erzählungen der Kyberiade spielen in einem zukünftigen, kybernetischen Klapauzius und Trurl in einem vorwiegend von Robotern bevölkerten Kosmos geschildert. Die zentralen Themen der in einem heroisch-komischen Ton gehaltenen philosophischen Fabeln sind die Auseinandersetzung und die Vermischung von Zeitalter. In eigentümlicher Verbindung der literarischen Gattungen Märchen und Science Fiction werden die abenteuerlichen Taten und Reisen des Konstrukteurduos Ethik und Technik sowie das Scheitern eines damit verbundenen absoluten Fortschrittsglaubens.

Stadt der goldenen Schatten
ist der erste Band des vierbändigen Otherland-Zyklus des amerikanischen Autors Tad Williams. Die Welt des Buches ist in der näheren Zukunft angesiedelt, etwa in der Mitte des 21. Jahrhunderts. Ein massiv weiter entwickeltes Internet ist zu einer Art virtueller Parallelwelt geworden, in der Geschäfte getätigt werden, Freizeit verbracht wird und generell ein Großteil zwischenmenschlicher Interaktion abläuft.

Schöne neue Welt (engl. Brave New World) ist ein 1932 entstandener dystopischer Roman von Aldous Huxley (ISBN 3-596-20026-1).

Es handelt sich bei „Schöne neue Welt“ um Huxleys wohl bekanntesten Roman. In dieser Dystopie beschreibt er eine Gesellschaft, in der „Stabilität, Frieden und Freiheit“ durch Konditionierung des Einzelnen, das Fehlen von tieferen Gefühlen und die Beschränkung von Religion und Kultur gewährleistet werden soll.

Mittels physischer Manipulationen des Fötus und anschließender Konditionierung werden alle Menschen auf eine festgelegte Rolle in der Gesellschaft genormt. Durch permanente Beschäftigung mit Sex, Konsum und der nebenwirkungsfreien Droge „Soma“ zufriedengestellt, verlieren die Menschen das Bedürfnis zum kritischen Denken und Hinterfragen der Weltordnung. Eine reibungslose Regierung der Welt wird für eine Handvoll wohlwollender Kontrolleure möglich.

1984 (engl. Nineteen Eighty-Four) ist ein Roman von George Orwell (eigentlich Eric Blair), erschienen im Juni 1949, in dem die negative Utopie (auch als Dystopie oder Anti-Utopie bezeichnet) eines totalitären Überwachungs- und Präventionsstaates im Jahre 1984 dargestellt wird.

In ihm wurde das Konzept des immer präsenten alles-sehenden Großen Bruders (engl. Big Brother) eingeführt. Auch Orwells reduktionistische fiktive Sprache Neusprech (in älteren Übersetzungen auch Neusprache, im englischen Original Newspeak genannt) wurde sehr bekannt. Sie wird als eine Verkörperung der Sapir-Whorf-Hypothese betrachtet. Während des Kalten Krieges wurde der Roman im Westen als Kritik am Realsozialismus bzw. Stalinismus aufgefasst und so auch im Bildungswesen vermittelt. Dabei wurde nicht berücksichtigt, dass Orwell durch trotzkistisches und anarcho-syndikalistisches Gedankengut geprägt ist, in seinem Roman scharfe Kritik am Kapitalismus äußert und ihn in seiner Dystopie als Vorbedingung für den geschilderten totalitären Staat begreift. Orwell schrieb das Buch 1946/47, wenige Jahre vor seinem Tod. Deshalb enthält der Titel den Zahlendreher des Jahres 1948 zu 1984, eine Anspielung auf die gar nicht so ferne Zukunft.

 

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